Kaolin
Kaolin, auch als weiße Tonerde bezeichnet, ist ein feines, eisenfreies, weißes Gestein, das als Hauptbestandteil Kaolinit enthält. Weitere Bestandteile sind verschiedene andere Tonminerale und unzersetzte Feldspatteilchen.[1]
Chemie des Kaolins
Kaolin ist ein weißes Pulver mit einer Dichte von 2,58 g/cm³ und das einzige weiße, technisch verfügbare Mineralpigment, das natürlich mit einer Partikelgröße von weniger als 2 µm vorkommt. Kaolin gilt als unbedenklich. Im Wasser plastisch verformbar.
Kaolinit
Der Hauptbestandteil von Kaolin ist Kaolinit, ein hydratisiertes Aluminiumsilikat. Kaolinit ist damit chemisch gesehen ein Aluminiumsalz der Kieselsäure. Die theoretische Formel ist Al2O3 · 2 SiO2 · 2 H2O oder als Summenformel Al2Si2O5(OH)4 mit der kristallchemischen Zusammensetzung Al4[(OH)8|Si4O10].[2]
| Al2O3 | SiO2 | H2O | theoretisch | Summenformel | Kristallchemie | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ~ 39 % | ~ 46 % | ~ 14 % | Al2O3 · 2 SiO2 · 2 H2O | Al2Si2O5(OH)4 | Al4[(OH)8|Si4O10] |
Verwendung
Kaolin wird hauptsächlich bei der Herstellung von Papier verwendet, aber auch zur Herstellung von Porzellan und in lufttrocknenden Modelliermassen.
- Papierbeschichtung ~ 50 %
- Füllstoff (Papier) ~ 23 %
- Reifenproduktion ~ 13 %
- Füllmittel (Lacke und Kunststoffe) ~ 5 %
- Keramik ~ 6 %
- Lebensmittel- und Dünger ~ 3 %
- Sonstige < 1 %
Einzelnachweise
- ↑ Kaolin https://de.wikipedia.org/wiki/Kaolin
- ↑ Kaolinit https://de.wikipedia.org/wiki/Kaolinit